Unbekannte Telefonnummer eingeben
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Betrüger geben sich als Behörden aus: So erkennen Sie falsche Forderungen

Betrüger geben sich als Behörden aus: So erkennen Sie falsche Forderungen

Betrüger geben sich am Telefon oder im Internet als andere Personen und Institutionen aus. Besonders glaubwürdig wirken Nachrichten, die angeblich von einem Finanzamt, Gericht, Energieversorger oder einer anderen bekannten Organisation stammen. Der Empfänger soll glauben, eine offizielle Forderung begleichen zu müssen.

Eine typische Nachricht droht mit zusätzlichen Zinsen, einem Gerichtsverfahren oder weiteren Kosten, wenn nicht sofort gezahlt wird. Wer Angst vor Behörden hat oder die Angelegenheit schnell beenden möchte, überweist möglicherweise Geld, ohne die Forderung zu prüfen.

Unerwartete Forderungen immer überprüfen

Wichtige amtliche Schreiben wurden gewöhnlich auf dem Postweg und häufig als nachweisbare Sendung zugestellt. Eine überraschende Zahlungsaufforderung per Telefon oder E-Mail sollte deshalb nicht ungeprüft erfüllt werden.

Nutzen Sie keine Telefonnummer und keine Bankverbindung aus der verdächtigen Nachricht. Suchen Sie stattdessen selbst nach den offiziellen Kontaktdaten der betreffenden Institution und fragen Sie dort nach, ob die Forderung tatsächlich besteht.

Wie Betrüger Vertrauen erzeugen

Neben der falschen Identität kann auch das angebotene Produkt irreführend sein. Ein Beispiel ist der Verkauf eines angeblich modernen Telefonbuchs an einen älteren Mann. Er bezahlte fünfzig Zloty und erhielt ein altes, beschädigtes Exemplar mit fehlenden Seiten und längst veralteten Nummern.

Ein solches Angebot wirkt zunächst harmlos. Der Verkäufer nutzt jedoch aus, dass der Käufer den tatsächlichen Zustand der Ware vor der Zahlung nicht prüfen kann. Gerade bei Nachnahmesendungen oder Lieferungen für ältere Angehörige lohnt es sich deshalb, Absender und Inhalt sorgfältig zu kontrollieren.

Keine Skrupel und organisierte Vorgehensweisen

Manche Täter handeln spontan, andere arbeiten in gut organisierten Gruppen. Ein Anrufer, ein angeblicher Bote und ein Zahlungsempfänger können unterschiedliche Rollen übernehmen. Dadurch erscheint der Vorgang professioneller und ist für das Opfer schwerer zu durchschauen.

Jeder Verdacht auf Identitätsmissbrauch oder Betrug sollte gemeldet werden. Auch ein einzelner erfolgreicher Versuch kann Teil einer größeren Serie sein. Neben dem finanziellen Schaden verursachen solche Taten erheblichen Stress, und Betroffene haben das Recht, Beweise zu sichern und ihre Ansprüche geltend zu machen.

Autor: Karla Schmidt
Beitrag wurde veröffentlicht in: Blog •  2020-12-08
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