Missbrauch Ihrer Telefonnummer: Warnzeichen und Schutzmaßnahmen
Smartphones sind kleine Computer, die zugleich als persönlicher Zugang zu zahlreichen Diensten dienen. Wird eine Telefonnummer oder SIM-Karte missbraucht, kann ein Täter Nachrichten und Anrufe so erscheinen lassen, als kämen sie vom rechtmäßigen Nutzer. Eine mögliche Form dieses Missbrauchs sind kopierte oder doppelte SIM-Karten.
Wie eine Nummer missbraucht werden kann
SIM-Karten enthalten eindeutige technische Kennungen. Gelangen Kriminelle an die erforderlichen Daten oder an ein ungeschütztes Gerät, können sie versuchen, eine Karte zu duplizieren oder den Anschluss auf andere Weise zu übernehmen. Daneben kann auch die auf dem Display angezeigte Rufnummer manipuliert werden, ohne dass eine physische Kopie der SIM-Karte vorliegt.
Die Folgen können ähnlich sein: Freunde, Familienmitglieder oder fremde Personen erhalten Anrufe und Nachrichten, die scheinbar von Ihrer Nummer stammen. Im schlimmsten Fall entstehen zusätzliche Kosten oder der Täter versucht, sich bei weiteren Diensten als Sie auszugeben.
Warnungen anderer Personen ernst nehmen
Wenn jemand behauptet, nachts oder wiederholt von Ihrer Nummer angerufen worden zu sein, obwohl Sie keinen solchen Anruf getätigt haben, sollten Sie den Hinweis nicht vorschnell zurückweisen. Bitten Sie die betroffene Person, Anruflisten, Nachrichten und Uhrzeiten nicht zu löschen.
Auch eine unerwartet hohe Telefonrechnung kann ein Warnsignal sein. Prüfen Sie Einzelverbindungsnachweise und wenden Sie sich an Ihren Mobilfunkanbieter. Je genauer Zeit, Nummer und Art der Verbindung dokumentiert sind, desto leichter lässt sich der Vorfall untersuchen.
Was Sie tun können
Informieren Sie den Anbieter, wenn Sie einen Missbrauch Ihrer Nummer oder SIM-Karte vermuten. Ändern Sie Zugangsdaten zu Ihrem Kundenkonto und zu Diensten, die mit der Telefonnummer verbunden sind. Bei einem konkreten Betrugsverdacht oder finanziellen Schaden sollten Sie außerdem die Strafverfolgungsbehörden einschalten.
Telefon und SIM-Karte schützen
Lassen Sie Ihr Telefon nicht unbeaufsichtigt und schützen Sie es mit PIN, Kennwort oder einer biometrischen Sperre. Eine Bildschirmsperre verhindert zwar nicht jede Form des Rufnummernmissbrauchs, erschwert aber den unmittelbaren Zugriff auf das Gerät, gespeicherte Konten und Nachrichten.
Bewahren Sie auch Unterlagen zur SIM-Karte und Zugangscodes sicher auf. Was heute wie ein einzelner merkwürdiger Anruf wirkt, kann morgen Teil eines umfassenderen Identitätsmissbrauchs sein.
Autor: Beitrag wurde veröffentlicht in: Blog • 2020-10-14
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